Der Stöffel-Park feiert sich selbst

Wenn Stöffelmaus & Co feiern

Alle zwei Jahre werden auf dem weitläufigen Gelände der ehemaligen Brecheranlage und des Abbaugebietes Attraktionen für Jung und Alt im Rahmen eines Stöffelfests angeboten.

Angefangen hat es im Jahr 1998. Seitdem ist das Stöffelfest immer in den geraden Jahren im August Anziehungspunkt für viele Besucher.

Veranstalter des Stöffelfests sind die „Freunde und Förderer des Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel e.V.“, sprich: der Stöffelverein. Unterstützt wird er in der Durchführung vom Team des Stöffel-Parks.

Das vielfältige Programm des Stöffelfests

Auf dem Programm standen in der Vergangenheit:

  • Straßenwalze Julia besucht den Stöffel-Park
  • DJs sorgen für Musik unterschiedlichster Stilrichtungen
  • Eine Nutzfahrzeug-Oldtimer Ausstellung begeistert die Besucher.
  • Es gibt sportliche Highlights rund um den Brecher 1, z. B.:
    – in die Tiefe rauschen mit der Seilbahn am Brecher-1-Gebäude
    – Klettern am Brechergebäude
    – Spaß in der Riesenschaukel
    – Auf- und Abseilen
  • Auf Hubschrauberrundflügen können Besucher sehen, wie weitläufig der Stöffel-Park ist.
  • Es gibt einen Spielparcours für Kinder – mit Schätzwettbewerb, bei dem die Kinder etwas gewinnen können.
  • Modellbauer stellen ihre Miniaturschätze im TERTIÄRUM aus.
  • Stöffel-Gästeführer bieten informative Rundgänge durch den Stöffel-Park an.
  • Verschiedene Stände und alte Handwerksberufe präsentieren sich auf dem „Marktplatz“ vor der Alten Schmiede.
  • An der Fossillagerstätte nimmt die GDKE Landesarchäologie/Erdgeschichte Grabungen vor – Besucher können den Forschern bei der Arbeit zuschauen und Fragen stellen.
  • Im Container-Kino gibt es für Groß und Klein Filme über den Stöffel.
  • Ein ökumenischer Gottesdienst auf der Basaltbühne sorgt für besinnliche Momente.
  • Örtliche Musikvereine spielen auf.
  • Es gibt Vorführungen örtlicher Sportvereine.
  • Vorführungen der Rettungshundestaffel begeistern Jung und Alt.
  • Enspeler Vereine stellten sich vor.
  • Für Pferde-Fans wird Western-Reiten geboten.
  • Der Historische Schienenbus fährt durch den Stöffel-Park.

Traumhaftes Sommerwetter belohnte die Organisatoren und Aktiven des Stöffel-Vereins und des Stöffel-Parks für ihre Bemühungen ein mehr als unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm für das Stöffel-Fest auf die Beine zu stellen.

Alle zwei Jahre steppt hier die Stöffel-Maus

Alle zwei Jahre werden auf dem weitläufigen Gelände der ehemaligen Brecheranlage und des Abbaugebietes Attraktionen für Jung und Alt im Rahmen eines Stöffel-Festes angeboten. Unter dem Motto „Ganz schnell viel erleben“ zogen die vielen Besucher aus nah und fern von Stand zu Stand, von einer sportlicheren Aktion zur anderen, um sich anschließend mit einem kühlen Getränk zu belohnen.

Und es war ein Programm, das nicht etwa auf den Besucher ausgerichtet war, der zum ersten Mal den Stöffel-Park besucht. Das Programm war dazu auch an die Personen gerichtet, die schon zu den Fans der „Stöffel-Maus“ gehören, und die ebenfalls mehr als unterhalten wurden.

Faszinierende Nutzfahrzeug-Oldtimer

Die Unterhaltung fing schon am Samstag mit der Anreise von über 100 Oldtimer-Nutzfahrzeugen an, die sich, „blitzblank geputzt“, in Reih und Glied auf dem weitläufigen Gelände präsentierten. Alle standen sie da, die Mercedes und MAN, vom Sattelschlepper bis hin zum Silolaster. Dazwischen unzählige Hobby-Fotografen die ihre „Lieblinge“ auf einem Chip oder einem Film festhielten um gleichzeitig Fachgespräche über Turbo-Motoren und hohen PS-Zahlen zu führen. Gleichzeitig wurde den Besitzern der alten Lkw auch die Gelegenheit geboten, diese in Aktion zu zeigen. „Zu den Hauptattraktionen gehört zweifelsohne das Ladefahrzeug Allmann“ wusste Stöffel-Geschäftsführer Martin Rudolph zu berichten. Dieses Werksfahrzeug aus dem Jahr 1958 war bis in die 70er Jahre hier beim Basaltabbau im Dienst, wurde anschließend mehrmals weiterverkauft, um jetzt vom Stöffelverein restauriert präsentiert zu werden.

Auch ein O&K-Bagger vom Typ RH8 (Baujahr 1983) wurde von Vereinsmitgliedern instand gesetzt. Dazu musste sogar der Dieselmotor ausgetauscht werden. Jetzt läuft er wieder lautstark und kann zum Schauladen eingesetzt werden.

Auf dem Gelände die großen, im TERTIÄRUM die kleinen Wagen

Am zweiten Tag wurde das Programm durch zahlreiche Attraktionen erweitert, die gleich am Eingang zum weitläufigen Gelände mit der Modellbauer-Ausstellung im TERTIÄRUM ihren Anfang hatte. Unweit davon, rund um das Gelände der Historischen Werkstatt, lockte nach einem ökumenischen Gottesdienst auf der Basaltbühne der beliebte Handwerkermarkt. Hier zu sehen waren Handwerker, die einen Einblick in das Schmiedehandwerk und das Bäckerhandwerk gaben und auch ein Pflasterer arbeitete unter der heißen Sonne. Dazu bauten viele Hobbyisten Stände auf, um ihre Produkte zu verkaufen.

Von besinnlich bis sportlich – es gab reichlich Auswahl

Es galt an diesem Tag viel Zeit mitzubringen. Denn es ging Schlag auf Schlag weiter. Wer nur genießen und einen Blick riskieren wollte, den zog es vom Vorbrecher über die Stellmacherei bis hin zum Industriedenkmal-Ensemble. Eine besinnliche Pause war im Steinbrucherlebnisgarten möglich. Wer aber aktiv werden wollte, der hatte die Möglichkeit, sich am Brecher 1 einzufinden. Hier ging es hoch hinaus beim Klettern an der Brecherwand und es bestand die Möglichkeit sich abseilen zu lassen oder die Riesenrutsche zu nutzen. Wer sich von hoch oben aus der Wand hat abseilen lassen, war genau richtig, um den Mitgliedern der DRK-Rettungshundestaffel Westerwald bei ihren Aktionen zuzusehen.

Auch die Wissenschaft kam nicht zu kurz

Besonders bei den kleinen Besuchern beliebt war der Besuch der Fossillagerstätte wo die Abteilung Landesarchäologie/Erdgeschichte der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz mit ihren Mitarbeitern einiges aus der Geschichte und der Entstehung des Stöffel-Parks zu erzählen wussten. Während hier die großen Besucher lauschten, nutzen die kleinen Besucher die Gelegenheit, selbst nach einer Stöffel-Maus in dem Schiefer zu suchen. Wem hier der Sinn nach einer Pause stand, hatte die Möglichkeit, sich im Container-Kino über die Geschichte des Stöffels zu informieren. Bereitwillig gaben die Mitarbeiter der GDKE hier Auskunft. Auch darüber, dass im nächsten Jahr ein fester Tag angelegt wird, an dem die Mitarbeiter der GDKE den Besuchern des Stöffel-Parks Auskünfte über ihre Arbeit geben wollen. Dies alles im Rahmen der archäologischen Landesausstellung 2017, in deren Rahmen die Fossillagerstätte in Enspel ein Schwerpunkt sein wird. Wie von Markus Poschmann hier zu erfahren war, soll wöchentlich der Donnerstag dafür eingeplant werden.

Stöffel-Park „mobil“

Abgerundete wurde das mehr als unterhaltsame Programm mit Hubschrauberflügen, Platzkonzerten in der Nissenhalle und der Basaltbühne. Sonderfahrten wurden dazu angeboten mit einem MAN-Schienenbus VT 25 sowie Straßenwalze Julia, die zischend und pfeifend über das Gelände fuhr.

(Text und Fotos: Klaus Dieter Häring; Textüberarbeitung: Sabine Karbowy)

Tatjana Steindorf hat sich an einigen Stellen des Stöffel-Parks ganz genau umgesehen.

Beim Spieleparcours gab es tolle Stationen zu bewältigen. Mit ruhiger Hand und großer Konzentration bauten die Kinder ihre Steintürme bei Stöffel-Mitarbeiterin Michaela Geibert. Der Gewinner (nicht im Bild) war Max mit 77 Zentimetern.

Aus Leichlingen war auch Spedition Bauer vertreten beim Stöffelfest 2016. Hier lehnt Herr Bauer an dem Lkw des Mitausstellers.

Peter Abel war mit seiner Waffen- und Messerschmiede auf dem Stöffel-Fest vertreten. Noch wohnt er schwerpunktmäßig in Frankfurt – aber seine (Un-)Ruhetage will er im Westerwald verbringen.

Die Liebe zur Holzmaserung konnten die Besucher beim Stand von Horst Reis (Willingen) entdecken. Seine Schalen und anderen Holzarbeiten zeigen immer ein unverwechselbares, eigenes Gesicht – natürlich schön.

Der Stöffel und die Modellbauer haben eine besondere Beziehung. Neben dem Modellbauteam Westerwald stellten auch Gleichgesinnte aus Lübeck und Augsburg aus. Das Hobby verbindet – und die Nord- und Süddeutschen haben längst auch zum Stöffel-Park eine innige Beziehung aufgebaut. Das Modellbauteam Westerwald Rüdiger Hilpisch und die Gäste Heike und Detlev Passow (bei Lübeck, Schleswig-Holstein) sowie Rosi und Andreas Bitzer (bei Augsburg, Bayern) hatten auf jeden Fall viel Freude an den unterschiedlichen Modell-Landschaften und -Fahrzeugen.

Karoline Stecker und ihre beiden Kinder waren beim Teamwerk Westerwald genau richtig. Das Abseilen und die Seilbahnfahrt waren für sie ein großer Spaß.

(Text und Fotos: Tatjana Steindorf)